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ENTE, TOD UND TULPE
Kinderstück nach Wolf Erlbruch in einer Theaterfassung von Nora Dirisamer
Premiere 27. Oktober 2013 | STUDIO | Landestheater Neuss
Die fesselnde Annäherung von Tod und Leben
Im Rheinischen Landestheater feierte das Stück "Ente, Tod und Tulpe" eine umjubelte Premiere.
Eine Geschichte auch für Kinder über die Freundschaft mit dem Tod - dieses Kunststück ist Wolf Erlbruch 2007 mit seinem gefühlvollen Bilderbuch gelungen, das die Vorlage für das gleichnamige Theaterstück lieferte.
Durch eine andere, gleichwohl dem Stoff adäquate Stimmung zeichnet sich das Stück aus, das in der RLT-Fassung von Konstanze Kappenstein inszeniert wurde. Nur zwei Figuren braucht es, um die ganze Bandbreite, zwischen schierer Lebensfreude, blanker Angst und der Fügung in den Kreislauf des Lebens zu entfalten.
(...) Linda Riebau gibt ihre Figur nicht als grimmigen Schnitter, sondern verleiht ihr eine zurückhaltende Sprödigkeit, die sich optimal in das Wechselspiel zwischen Distanz und Annäherung einpasst - Totentanz einmal anders.
Dabei gibt es viel zu lachen. Etwa, wenn die Ente den wasserscheuen Tod mit Schwimmflügelchen fürs nasse Element begeistern will oder beide einander mit Wasserpistolen bespritzen.
In solch einer Atmosphäre lassen sich auch die "letzten Dinge" in zeitgemäßer Form ansprechen.
Westdeutsche Zeitung, Inge Hüsgen
Tröstliches Kindertheater über den Tod
Poetisch und niemals bedrohlich bringt das Rheinsche Landestheater Kindern das Thema Sterben nahe. Im Stück "Ente, Tod und Tulpe" geht es ausgelassen zu, denn der Tod kommt als Freund und erwacht auf der Bühne zum Leben.
Humorvoll, fast märchenhaft, beginnt die Freundschaft zwischen dem ungleichen Paar (...).
Es erzählt angelehnt an das gleichnamige Bilderbuch von Wolf Erlbruch die Annäherung zwischen dem Tod und einer Ente, die über Anfangsschwierigkeiten hinweg lernen, einander zu mögen, zu vertrauen und Freunde zu werden. Es ist ein ernstes Stück todernst. Am Ende der Inszenierung von Nora Dirisamers Theaterfassung ist es still im Publikum. Kinder und Erwachsene schweigen, fragen ungläubig, ob die Ente gestorben ist. Einige Tränen fließen, bevor der verdiente Applaus losbricht.
Todernst, aber niemals bedrohlich, sondern stets freundlich präsentiert sich zuvor der schüchterne, aber beharrliche Herr im Anzug. Es wird viel gelacht über den Tod (mit markanter Mimik gespielt von Linda Riebau). Witzig, gar sympathisch wirkt der wasserscheue Nichtschwimmer, wenn er im Teich gründeln soll. Von Tag zu Tag lernt der Tod von der Ente, wie Leben geht. Schnell wird es ausgelassen: Es gibt Gesangseinlagen, Slapstick, Ausdruckstanz, eine Wasserschlacht auf der Studio-Bühne und gelungene kleine Gags ("Dein Wasser ist viel kälter als meins" "Ich bin ja auch ein kalter Geselle!").
Die gut gelaunte Ente (lispelnd verkörpert von Ensemble-Neuling Shari Asha Crosson) freut sich über ihren neuen Freund. Sie teilt mit ihm ihr Guten-Morgen-Ritual und ihr Nest (mit Liebe zum Detail gestaltet von Franz Dittrich). Dennoch hat sie Angst, Angst vor dem Sterben. In stillen, fast leisen Momenten, stellt sie die drängenden Fragen nach Engeln, Himmel und Hölle und erhält auch vom Tod keine Antworten: "Ich weiß es nicht. Ich bin noch nie gestorben! Sicher ist, alles, was lebt, verändert sich."
Das poetische und allegorische Stück lässt die Erwachsenen im Publikum traurig werden, die Kinder nicht. Es macht ihnen keine Angst, denn der Tod kommt als Freund humorvoll und ehrlich erwacht er auf der Bühne zum Leben.
Neuss-Grevenbroicher Zeitung, Julia Nakötter

Regie
Bühne & Kostüm
Dramaturgie

ENTE
TOD
Konstanze Kappenstein
Franz Dittrich
Stefanie Schnitzler
Shari Asha Crosson
Linda Riebau